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Einspeichen
Vorbereitung
Am Anfang steht das Vorbereiten der einzelnen Komponenten. Bei der Nabe werden die Speichenlöcher überprüft. Liegt deren Durchmesser über 2,3mm verwende ich Messingunterlagsscheiben. Sie verhindern das „Arbeiten“ der Speiche bei Lastwechseln im Speichenloch.
Das Gewinde der Speichen wird geölt. Um zu verhindern das schon geölte Speichen zurück in die Schachtel gelangen und diese dann verschmieren, lege ich mir die Speichen abgezählt bereit.
Die Vorbereitung der Felge erfordert nur dann einen höheren Zeitaufwand, wenn Alunippel in einer ungeösten Felge verbaut werden sollen. Zu diesem Zweck senke ich die Nippellöcher in der Felge an um eine guten Sitz der Nippel zu gewärleisten. Anschließend werden auch die Nippelsitze geölt.
Nun erfolgt das Einspeichen. Kreuzungsarten unter Einspeichvarianten beschrieben.
Fertigung
Viele Laufradbauer verwenden aus Gründen der Zeitersparniß Akkuschrauber oder ähnliches elektrisches Werkzeug um die Speichen auf Spannung zu bringen. Da ich jedoch handgefertigte Laufräder herstelle lehne ich dieses Werkzeug ab. Mit einer Maschine kann die Speichenspannung nicht gefühlt werden. Ich spanne die Speichen nur per Schraubendreher und Nippel-spanner vor.
Um im späteren Einspeichvorgang die optimale Spannung zu erreichen verwende ich das Tensiometer von DT-Swiss. Unerläßlich um die tatsächliche Spannung zu ermitteln. Diese liegt beim Vorderrad bei etwa 900N und am Hinterrad bei etwa 1000N bis 1100N. Mit dieser hohen Spannung sind Laufräder von hoher Verwindungssteifigkeit, Stabilität und Laufruhe möglich.
Maschinell hergestellte Laufräder verfügen nur über einen Bruchteil davon.
Sind die Speichen soweit vorgspannt beginne ich mit dem Abdrücken. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft bis die optimale Speichenspannung erreicht und alle Höhen- und Seitenschläge verschwunden sind. Dass das Laufrad absolut mittig läuft versteht sich von selbst. Obwohl ich einen Zentrierständer verwende der es erlaubt zu zentrieren und gleichzeitig die Felge einzumitten, wird trotzdem jedes Rad noch einmal mit einer Zentrierlehre überprüft.
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